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Geschäftliche SMS in grosser Menge versenden, Mail-to-SMS, Web-Plattform oder Software-Integration richtig wählen

Envoyer des SMS professionnels en masse

Eine geschäftliche SMS, die um 9.02 Uhr versendet wird, ist um 9.03 Uhr gelesen. OTP-Code der Bank, Alarm aus der IT-Überwachung, Terminerinnerung, Logistik-Benachrichtigung, in all diesen Fällen kommt die E-Mail zu spät und der Messenger setzt voraus, dass die Empfängerin oder der Empfänger die App geöffnet hält. Die Frage lautet also nicht, ob ein Unternehmen SMS versenden soll, sondern wie es dies sauber tut, mit welcher Methode, für welchen Anwendungsfall und ohne mit dem revidierten Datenschutzgesetz (revDSG) oder dem Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) in Konflikt zu geraten.

Dieser Beitrag beschreibt die drei technischen Wege, um geschäftliche SMS in Volumen zu versenden, die Anwendungsfälle, bei denen jede Methode am besten passt, die rechtlichen Anforderungen und die Kosten, die bei der ersten Budgetplanung oft vergessen werden. Grundlage ist das Angebot SMS Gateway von Celeste, betrieben in der Schweizer Infrastruktur.

Warum die SMS weiterhin der meistgelesene Kanal in der Unternehmenskommunikation ist

Drei Eigenschaften machen die SMS schwer ersetzbar. Sie wird ohne Internetverbindung empfangen, auf einem Gerät, das ihr Besitzer Dutzende Male pro Tag zur Hand nimmt. Ihr Inhalt ist sichtbar, ohne dass eine App geöffnet werden muss. Celeste weist eine Öffnungsrate von rund 98% auf den über ihre Plattform versendeten SMS aus, konform zu den Beobachtungen der Telekombranche.

Der Kanal bleibt begrenzt, 160 Zeichen in GSM-7-Bit-Codierung, 70 Zeichen in Unicode für Nachrichten mit Emojis oder erweiterten, nicht-lateinischen Zeichen. Jedes Zeichen zählt, da eine lange SMS als mehrere verkettete SMS verrechnet wird. Dieser Kanal wird deshalb nicht für lange Inhalte verwendet, sondern für Nachrichten, deren Lektüre kritisch ist.

Typische Anwendungen, bei denen die SMS einer E-Mail oder einer Push-Benachrichtigung überlegen ist :

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (OTP für Online-Banking, Admin-Zugang, Login in eine sensible Applikation)
  • Alarme aus der IT-Infrastruktur (Monitoring, SOC, Pikettdienst, Telemetrie)
  • Terminbestätigungen und Erinnerungen (Arztpraxen, Treuhandbüros, Anwaltskanzleien)
  • Transaktionale Benachrichtigungen (Zahlung bestätigt, Paket versendet, Lieferung erfolgt)
  • Dringende HR-Kommunikation (Pikett-Aufgebot, Sicherheitshinweis, Evakuation)
  • Kurze Marketingkampagnen an eine Kundenbasis mit eingeholter Einwilligung

Die drei Methoden, um SMS im Unternehmen zu versenden

Technisch existieren drei Wege, um aus einer Organisation heraus SMS zu versenden. Sie unterscheiden sich in Integrationsaufwand, maximal bewältigbarem Volumen und erreichbarem Automatisierungsgrad.

Mail-to-SMS

Das Prinzip ist einfach, das Unternehmen schickt eine E-Mail an eine vom Provider bereitgestellte Adresse, und diese E-Mail wird in eine SMS an die im Betreff oder Textfeld genannten Empfänger umgewandelt. Ein funktionierendes Mailkonto reicht aus, es ist keine technische Konfiguration auf der Seite des Absenders nötig. Diese Methode eignet sich für punktuelle Versände an wenige Dutzend bis einige Hundert Empfänger sowie für Systemskripte, die bereits eine Alarm-E-Mail versenden. Ein Monitoring-Server, der eine E-Mail bei drohender Disk-Sättigung sendet, kann mit derselben Regel eine SMS an das Pikettteam auslösen, ohne dass eine einzige Zeile Code angepasst werden muss. Zu beachten sind folgende Grenzen :
  • Variable Latenz, von wenigen Sekunden bis mehreren Minuten je nach Auslastung des Mailservers
  • Grosse Volumen schlecht unterstützt, die sendenden MTAs werden rasch als Spam verdächtigt ab einer gewissen Schwelle
  • Schwache Authentifizierung, basierend auf der Absenderadresse, ohne API-Schlüssel oder Signatur
  • Einfache Versandquittungen, Bestätigung per E-Mail, aber keine feingranularen Metriken
Celeste bietet Mail-to-SMS in allen Tarifen der SMS Gateway, mit Versandbestätigung per E-Mail, Nachrichtenarchiv und Verbrauchshistorie.

Die dedizierte Web-Plattform

Das Unternehmen meldet sich in einem Webportal an, lädt eine Empfängerliste hoch oder tippt sie ein, verfasst die Nachricht, plant oder löst den Versand aus. Das Portal kümmert sich um Historie, zeitversetzten Versand, Segmentierung und Kampagnenstatistik.

Diese Methode richtet sich an Marketing-, Kommunikations- und HR-Teams, die SMS-Kampagnen versenden wollen, ohne von der IT-Abteilung abhängig zu sein. Sie erlaubt zudem, eine Basis in Segmente aufzuteilen, den Versand auf eine präzise Uhrzeit zu programmieren und die tatsächliche Zustellrate pro Kampagne zu messen.

Konkrete Vorteile :

  • Keine technischen Kenntnisse nötig, die Oberfläche ist von Nicht-Informatikern bedienbar
  • Visuelle Verwaltung der Kampagnen, Listen und geplanten Versände
  • Zeitgenaue Planung, auf die Minute und das gewählte Datum
  • Jederzeit einsehbare Historie mit Versandstatistik
  • Mehrere Gateways, unterschiedliche Absender-IDs zur Trennung von Marketing, IT und HR

Die Web-Oberfläche der Celeste SMS Gateway deckt diese Funktionen ab, mit Verfügbarkeit rund um die Uhr von jedem verbundenen Arbeitsplatz aus.

Die Software-Integration über Gateway

Die internen Systeme des Unternehmens (CRM, ERP, Fachsoftware, Eigenentwicklung) lösen den SMS-Versand automatisiert über das Gateway des Providers aus. Die Integration stützt sich entweder auf das Telekom-Standardprotokoll SMPP (Short Message Peer-to-Peer) oder auf ein E-Mail-to-SMS-Gateway, an das die Applikation formatierte Nachrichten sendet.

Dies ist die einzige Methode, die grosse Volumen mit kontrollierter Latenz bewältigt. Sie kommt bei der OTP-Authentifizierung im Banking, bei transaktionalen Benachrichtigungen und in ERP-gesteuerten Geschäftsprozessen zum Einsatz.

Das Angebot SMS Gateway von Celeste unterstützt die Software-Integration über ein E-Mail-to-SMS-Gateway, das mit den meisten handelsüblichen Drittanwendungen kompatibel ist. Der Anwendungssupport dieser Drittanwendungen bleibt beim jeweiligen Softwarehersteller, Celeste konzentriert sich auf das Gateway selbst und auf das Provider-SLA.

Welche Methode passt zu welchem Anwendungsfall

Die folgende Matrix unterstützt die Wahl der richtigen Methode je nach Versandprofil.

AnwendungsfallTypisches MonatsvolumenEmpfohlene MethodeBegründung
IT-Alarme und Monitoring rund um die Uhr50 bis 500 SMSMail-to-SMSDer Monitoring-Server versendet ohnehin E-Mails, keine Anpassung nötig
OTP-Authentifizierung, Banking, sensibler Zugang100 bis 100 000 SMSSoftware-IntegrationKritische Latenz, unvorhersehbare Volumen, starke Authentifizierung nötig
Marketing- oder Promokampagne500 bis 50 000 SMSWeb-PlattformSegmentierung, Planung, statistische Auswertung
HR-Aufgebote und Pikettdienst50 bis 5 000 SMSWeb-Plattform oder Mail-to-SMSPunktuelle Steuerung ohne Systemintegration
Transaktionale Benachrichtigungen (Lieferung, Zahlung)1 000 bis 100 000 SMSSoftware-IntegrationAutomatische Auslösung aus ERP oder CRM
Terminerinnerungen, Arztpraxis, Treuhand100 bis 5 000 SMSAn den Kalender gekoppelte Software-IntegrationAutomatisierung aus der Terminvergabe

Der Fallstrick der Segmentierung und Datenbereinigung

Ein Massenversand auf eine schlecht gepflegte Empfängerliste hat drei kumulierte negative Effekte. Ungültige Nummern, die trotzdem eine verrechnete SMS verbrauchen, einbrechende Zustellrate und Spam-Signalisierungen bei Partner-Providern, die letztlich die Versandrate drosseln.

Vor jeder Kampagne gehören drei Checks zum Pflichtprogramm :

  • Internationales Format zwingend, Schweizer Nummern müssen im Format +41 sein, nicht 0XX XXX XX XX
  • Festnetznummern entfernen, eine SMS an eine Ortsnetznummer 02X oder 04X ist nicht zustellbar
  • Deduplizierung der Basis nach Zusammenführung mehrerer Quellen

Was UWG und revidiertes DSG für den SMS-Versand vorschreiben

Eine SMS an Kundinnen oder Interessenten in der Schweiz darf nicht frei versendet werden. Zwei Gesetzestexte regeln diese Praxis und gelten für das ganze Bundesgebiet.

Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Art. 3 Abs. 1 lit. o, untersagt den Massenversand von Werbung per Fernmeldekanal ohne vorgängige Einwilligung der Empfänger. Eine Ausnahme besteht für bestehende Kundenbeziehungen, sofern die Nachricht ein ähnliches Produkt oder eine ähnliche Dienstleistung betrifft. In der Praxis muss jede Werbekampagne per SMS eine ausdrückliche Einwilligung oder eine aktive Geschäftsbeziehung nachweisen können.

Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG), in Kraft seit dem 1. September 2023, bringt drei konkrete Pflichten für Unternehmen, die SMS zu kommerziellen Zwecken einsetzen :

  • Empfänger bei der Nummernerfassung informieren (Zweck der Bearbeitung, Aufbewahrungsdauer, mögliche Empfänger der Daten)
  • Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten führen, wenn das Unternehmen mehr als 250 Mitarbeitende hat oder besonders schützenswerte Daten bearbeitet
  • Recht auf einfachen und sofortigen Widerruf, Abmeldung per Antwort-SMS oder klarer Hinweis in der Nachricht

Pflichtangaben in einer Werbe-SMS

Eine kommerzielle SMS aus der Schweiz muss drei erkennbare Elemente enthalten :

  • Die Absenderkennung (lesbare Firmenbezeichnung, keine anonyme Kurznummer)
  • Eine explizite Abmeldemöglichkeit, typischerweise STOP per Antwort-SMS oder ein Abmeldelink
  • Den Kontaktgrund, wenn keine ausdrückliche Einwilligung vorliegt (Bezug auf eine vergangene Bestellung, bestehende Geschäftsbeziehung)

Datenhaltung und Auftragsbearbeitung

Das revidierte DSG qualifiziert den SMS-Provider als Auftragsbearbeiter im Sinne von Art. 9. Das Unternehmen, das den Versand delegiert, bleibt Herr der Daten und muss sicherstellen, dass der Provider ein angemessenes Schutzniveau garantiert, insbesondere für die Empfängernummern und die Inhalte.

Ein Provider mit Infrastruktur in der Schweiz, wie Celeste mit CH-Root.1, erleichtert diese Prüfung, da die Daten das Schweizer Hoheitsgebiet nicht verlassen und vollständig dem revDSG unterliegen. Für Unternehmen mit strengen aufsichtsrechtlichen Pflichten (Banken, Gesundheitswesen, Treuhand) ist das Schweizer Hosting meistens das ausschlaggebende Kriterium bei der Providerwahl.

Die echten Kosten einer geschäftlichen SMS-Kampagne

Die erste Budgetrechnung beschränkt sich häufig auf die Multiplikation der SMS-Anzahl mit dem Stückpreis. Die Realität enthält mehrere zusätzliche Ebenen.

Aktuelle Preisliste der SMS Gateway von Celeste :

PaketMonatspreisInkludierte SMSZusätzliche SMSGateways
Pack MCHF 18.40100CHF 0.141
Pack LCHF 62.10500CHF 0.133
Pack XLCHF 235.752 000CHF 0.125
Pack XXLCHF 569.755 000CHF 0.1010
Pack XXXLCHF 971.7510 000CHF 0.0920

Zusätzliche Kostenposten, die bereits in die Budgetplanung einfliessen sollten :

  • Internationale SMS werden mit dem doppelten Preis einer Schweizer SMS verrechnet
  • Die Einrichtungsgebühr beträgt CHF 50 (entfällt bei Online-Bestellung mit dem von Celeste veröffentlichten Promo-Code)
  • Eine SMS von 161 bis 306 Zeichen zählt als 2 verrechnete SMS, 307 bis 459 Zeichen als 3 SMS
  • Nicht verbrauchte monatliche SMS sind nicht auf den Folgemonat übertragbar
  • Eine ungültige Nummer verbraucht dennoch eine SMS, auch wenn sie nicht zugestellt wird

Nachrichtenlänge optimieren

Jede verkettete SMS zusätzlich multipliziert die Kampagnenkosten. Eine Nachricht mit 165 Zeichen kostet das Zweifache, eine mit 310 Zeichen das Dreifache. Bei einer Kampagne über 10 000 Empfänger entspricht der Schritt von 160 auf 170 Zeichen 10 000 zusätzlichen verrechneten SMS.

Marketing- und HR-Teams sollten diese Einschränkung bereits beim Verfassen des Textes berücksichtigen, insbesondere bei grossen Verteilern. Ein auf SMS spezialisierter Texter amortisiert sich auf einer Jahreskampagne rasch.

Operative Regeln für einen sauberen Versand

Neben den rechtlichen und tariflichen Aspekten steht die Qualität einer SMS-Kampagne und stützt sich auf drei konkrete Faktoren.

Die Versandfenster. Eine kommerzielle SMS, die ausserhalb der Zeitfenster 8 bis 20 Uhr unter der Woche (9 bis 18 Uhr am Wochenende für nicht dringende Kommunikation) versendet wird, erzeugt mehr Beschwerden und wird bei Partner-Providern eher markiert. Kritische Alarm-SMS (Sicherheit, grosser Störfall) bilden selbstverständlich eine Ausnahme.

Die Kontaktfrequenz. Ab zwei kommerziellen SMS pro Monat an dieselbe Empfängerin oder denselben Empfänger steigt die Abmelderate deutlich an. Transaktionale Benachrichtigungen oder Terminerinnerungen sind von dieser Frequenz ausgenommen.

Die Versandobergrenzen. Celeste setzt eine Grenze von 500 Empfängern pro Einzelversand aus Gründen der Nutzungspolitik und der Anti-Spam-Konformität. Für grössere Volumen erfolgt der Versand in aufeinanderfolgenden Losen über die Web-Plattform oder über die Software-Integration, die die Last automatisch verteilt.

Wie Celeste den SMS-Versand für Schweizer Unternehmen betreibt

Celeste betreibt die SMS Gateway aus dem Rechenzentrum CH-Root.1 in der Schweiz mit einer Verfügbarkeit rund um die Uhr und Abdeckung zu allen internationalen Mobilfunkanbietern. Die fünf Tarife decken Bedürfnisse vom KMU mit 100 SMS pro Monat bis zur Organisation mit 10 000 SMS pro Monat ab. Jeder Tarif umfasst mehrere Gateways, wodurch Versände nach Abteilung getrennt werden können, Marketing, IT, HR, mit unterschiedlichen Absenderkennungen.

Die Einschränkungen (erlaubte Nummern, Zeitfenster, erlaubte Empfänger) sind pro Gateway konfigurierbar. Das vollständige Datenblatt, die Liste der unterstützten Zeichen und die Konfiguration kompatibler Drittsoftware werden von Celeste dokumentiert.

Für Unternehmen, die SMS und IP-Telefonie kombinieren, fügt sich der SMS-Versand in das Angebot Geschäftstelefonie oder SIP-Trunking ein, mit einer einzigen Rechnungsstellung und einer direkten Ansprechperson im Vertrieb in einer der Celeste-Niederlassungen Genf, Lausanne, Basel, Zürich oder Bern. Für Bedürfnisse nach SMS-Empfang (über den reinen Versand hinaus) ist eine vertriebliche Abklärung nötig, da der Dienst standardmässig ein reiner Sendekanal ist.

Die Celeste-Teams begleiten die Wahl des passenden Tarifs und die Konfiguration der Gateways auf Basis des real gemessenen Volumens, sodass weder Über- noch Unterdimensionierung entsteht, die die zusätzlichen SMS-Kosten nach oben treibt.

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